Simulation der mündlichen Prüfung am 25.11.2015

Sachverhalt

 A und B haben aus der Insolvenz ihres Unternehmens 100 minderwertige HiFi-Lautsprecher übrig. Da sie diese noch zu einem guten Preis verkaufen wollen, präparieren sie die Lautsprecher. Sie besorgen sich Gehäuse eines Herstellers, der hochwertige und teure Lautsprecher herstellt, und bauen in diese die billige Technik ein. Dann bieten sie die Geräte dem T zu einem Preis an, der deutlich unter dem für die hochwertigen Geräte, aber über dem für die billigen Geräte einschließlich der hochwertigeren Gehäuse liegt. Um den geringen Preis zu erklären, deuten sie an, die Geräte wären „vom Lkw gefallen“. T versteht diese Aussage wie von A und B beabsichtig: Er denkt die Geräte seien gestohlen und hält A und B für professionelle Diebe. Er kauft die Waren, weil er glaubt einen „guten Deal“ zu machen.

Als T erste Reklamationen von seinen Kunden bekommt, erkennt er die Täuschung. Er beschließt A und B zu bestrafen und ein Exempel zu statuieren. T schickt X los, damit er A und B „umlegt“. X beschließt jedoch, A und B nicht zu töten, sondern sie erst zu verhören und ihnen dann „nur ein paar Knochen zu brechen“. X geht nachts zur Wohnung des A. Dieser ist allerding gewarnt worden und wartet mit einer Schrotflinte hinter der Tür. Als X sich noch auf dem Weg im Vorgarten befindet, schießt A durch das Fenster auf einen schwarzen Schatten (den X), der sich dort nähert. X wird nicht getroffen und flieht. Bei dem Schuss ist A die Gefahr bewusst, dass er X schwer verletzen oder sogar töten könnte, das ist ihm aber egal. Ihm geht es nur darum, X zu vertreiben. A schießt kein zweites Mal, weil er erstens sein Ziel erreicht hat und zweitens den Schatten im Dunkeln nicht mehr erkennen kann.

 

Wie haben sich A, B, T und X nach dem StGB strafbar gemacht?