Mündliche Prüfung  vom 23.1.2017

A und B sind mit dem Kfz des A auf dem Weg zu einem Fußballspiel. A fährt auf der Landstraße mit 100 km/h. Da sie zu spät losgefahren sind, fordert B den A auf, schneller zu fahren. Dieser Aufforderung kommt A nach und fährt 120 km/h. In einer Kurve kommt es aufgrund der überhöhten Geschwindigkeit bei einem waghalsigen Überholmanöver zu einer Kollision mit dem entgegenkommenden Motorradfahrer M. A hält an und stellt fest, dass sein Fahrzeug nur leicht beschädigt wurde. M wurde von seinem Fahrzeug geschleudert und ist bewusstlos im Straßengraben liegen geblieben. A und B haben dies wahrgenommen, trotzdem steigen sie beide wieder in das Fahrzeug des A und verlassen schnell den Ort des Geschehens. A flieht, weil er mit dem Unfall nicht in Verbindung gebracht werden will. Er fürchtet den Verlust seiner Fahrerlaubnis. Damit, dass M an seinen Verletzungen oder dadurch sterben könnte, dass er von einem anderen Fahrzeug überfahren wird, rechnet er zwar, will aber lieber dieses Risiko eingehen, als seinen Führerschein zu verlieren. B ist der Meinung, er sei an dem Unfall nicht schuld, weil er nicht gefahren sei, daher sieht er keine Verpflichtung, M zu helfen. M wird von einem anderen Autofahrer gefunden und ärztlich versorgt. Er überlebt den Unfall ohne dauerhafte Folgen.

Strafbarkeit von A und B nach dem StGB?