Mündliche Prüfung (19.1.2017)

A begibt sich eines Nachts zum Haus des O, um ein wertvolles Gemälde aus dem Arbeitszimmer des O zu entwenden. Er klettert über den 1,8 m hohen Gartenzaun, schleicht durch den Garten und betritt das Haus durch eine Terrassentür. Diese Tür öffnet er, indem er durch ein gekipptes Fenster hindurchgreift, so dass sich die Türverriegelung leicht öffnen lässt. Danach geht er umgehend ins Arbeitszimmer. Dort muss er allerdings feststellen, dass das gesuchte Bild nicht an seinem Platz hängt. Enttäuscht wendet sich A zum Gehen, dabei fällt sein Blick auf ein Buch, das er für sehr alt und wertvoll hält. Tatsächlich handelt es sich aber um eine weitgehend wertlose Replik. Das kleine Buch steckt A in seine Jackentasche. Als er das Haus verlässt erkennt A, dass sich auf der Holzbank vor dem Haus der Nachbar N niedergelassen hat und seine Pfeife raucht. A kann N nicht ausstehen und wollte ihm immer schon mal „eine verpassen“. Daher nimmt er – obwohl er leicht unbemerkt entkommen könnte – einen im Garten herumliegenden Ast und schlägt ihn N über den Schädel. Wie von A beabsichtigt, sinkt N bewusstlos zu Boden. A verlässt das Gelände.

Strafbarkeit des A nach dem StGB?